COMING SOON2017-09-04T11:04:12+00:00

VOLKSFEST COMING SOON – NO. II

SA. 02.09.2017 – mit Nicki

Ein bisschen hatte es was vom Biss in den ersten Lebkuchen, den man im September heimlich in den Einkaufswagen schmuggelt: Zwar ist noch nicht Weihnachten, aber der Geruch und der Geschmack lassen die Vorfreude wachsen und wecken Glücksgefühle. Also: Es ist zwar noch nicht Volksfest – aber warum nicht die Glücksgefühle schon einmal ein wenig herauskitzeln mit einem Happen Festplatz-Feeling zwischen halbfertigen Bierzelten und Bierbankstapeln? Zwei Wochen vor dem großen Treiben wurde das Volksfeststadl von rund 1000 Feierfreudigen nahezu gestürmt, als es am späten Samstagnachmittag seine Tore zur Party öffnete.

Zur Begeisterung trug sicherlich auch der Auftritt der Schlagersängerin Nicki bei, der für den Abend angekündigt war und eigentlich unter freiem Himmel stattfinden sollte. Aber es ist halt noch kein Volksfestwetter, weshalb die Organisatoren am Freitag eine Nachtschicht einlegten, um ein Zelt aufzubauen, Bierbänke aufzustellen und vom Bauhof eine überdachte Bühne zu organisieren. „Es soll gemütlich und kuschelig sein, nicht kalt, nass und ungemütlich“, sagte Organisator Maik Theile, der in Lederhose und Trachtenhemd den Überblick behielt, während drinnen und draußen ordentlich gefeiert wurde. Seine Rechnung ging auf. Während die einen mit Kuscheldecke auf Nicki warteten, tummelten sich andere an der Bar, ließen sich den Grillduft um die Nase wehen oder gewöhnten sich schon einmal langsam an die Warteschlange vor dem Klowagen.

Als Nicki nach den Auftritten der Movin-Dance-School und der Crailsheimer Hexen die Bühne betrat, waren die Zuschauer in jeder Hinsicht ordentlich aufgewärmt und die Stimmung prächtig. Genau ein Lied lang hielt es die 1,52 Meter große Sängerin auf der Bühne, bevor sie sich den Weg in die Mitte des Publikums bahnte. Zu diesem Zeitpunkt hatten die meisten ihr Handy auch schon wieder weggepackt und feierten mit der Sängerin.

„Ihr seids ja hammermäßig drauf“, freute sie sich, nachdem das ganze Zelt gemeinsam mit ihr „Wenn Sehnsucht brennt“ intoniert hatte und Einzelne anfingen, in den Gängen Discofox zu tanzen. Unkompliziert, gutgelaunt und vor allem mit einem „Allmachtsorgan“, lockte die Sängerin mit ihren bekanntesten Hits sogar die Gäste von der Bar ins Freie. Die Bühne betrat sie erst wieder, um sich mit „Servus mach’s guat“ zu verabschieden und dem Publikum zuzurufen: „Wia schee des von do oben ausschaut. Ich nehm euch alle mit zu meinem nächsten Auftritt, ihr seid unglaublich!“

Um das Mini-Volksfest komplett zu machen, ließ Maik Theile es dann noch so richtig krachen, indem er zum Abschluss des Programms ein ordentliches Feuerwerk zündete. Bis 24 Uhr wurde weitergefeiert, bevor man sich mit dem Versprechen, sich in zwei Wochen an gleicher Stelle wiederzutreffen, verabschiedete. Ein Teil des Erlöses, der an dem Abend zusammenkam, geht wie versprochen an die Crailsheimer Bürgerstiftung.

QUELLE: Julia Vogelmann, Hohenloher Tagblatt, Ausgabe vom 04.09.2017 => zum original Artikel

VOLKSFEST COMING SOON – NO. I

SA. 27.08.2016 – mit BATA ILLIC

Mit seinem größten Hit, dem legendären Schlager „Michaela“ aus dem Jahr 1972, eröffnete der serbokroatische Sänger seinen Benefiz-Auftritt am Samstagabend. 43 Jahre später haben der Song und sein Interpret nichts von der Magie verloren, die die Herzen der Zuhörer zum Schmelzen bringt.

Mit seinen knapp 77 Jahren hat Bata Illic immer noch dieses unvergleichliche Timbre in seiner Stimme, das seinen Erfolg in der ZDF-Hitparade begründete und ihn zu einem der bekanntesten Stars der Schlagerszene werden ließ, der mit seinen Liedern eine ganze Generation prägte.

„Er hat das Zug zum Crooner“, findet Magnus Krause, einer der Macher des Crailsheimer Kulturwochenendes, der auch zum Volksfest-Vorglühen erschienen war, begeistert. Mit seiner gefühlvollen, warmen Stimme und seinem freundlichen, beinahe bescheidenen Auftreten ohne jeglichen angewitterten Glamour oder Starallüren unterscheidet sich Bata Illic wohltuend von anderen Schlagerstars der 1970er Jahre, die immer noch durch die Provinzen tingeln.

Zustande kam der Auftritt auf Initiative von Maik Theile, dem Betreiber der Crailsheimer Wirtschaft „Bullinger Eck“. Heuer ist er mit seinem rustikalen, mit viel Liebe zum Detail hergerichteten Holzstadl zum ersten Mal beim Volksfest mit dabei. Für sein „Volksfest-Coming-Soon-Event“ konnte er über gemeinsame Bekannte den momentan auf Benefiztour befindlichen Sänger gewinnen.

Auf der Bühne informierte Illic die Gäste über die Hintergründe dazu und berichtete von einem tragischen Brandunglück im serbischen Heimatdorf seiner Frau Olga vor vier Jahren, bei dem die drei kleinen Kinder einer alleinerziehenden Mutter ums Leben kamen. Im Dorf gab es bis dato weder eine Feuerwehr noch einen Rettungsdienst, deshalb organisierte der Sänger im süddeutschen Raum Benefizkonzerte, die die Spende von zwei Feuerwehrautos bezweckten.

Vom Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) Baden-Württemberg wurde inzwischen auch ein Rettungswagen zur Verfügung gestellt, der im Mai nach Serbien überführt wurde. Bata Illic hatte im Gegenzug dafür angeboten, sich für die Fahrzeugspende mit einem Konzertauftritt zu bedanken. Nachdem sich im weiteren Gespräch aber herausgestellt hatte, dass für die Rettungsfahrzeuge vor Ort jegliche Infrastruktur fehlt, beschlossen Karl-Eugen Altdörfer und Wolfgang Härle vom ASB Schwäbisch Hall spontan, den Konzerterlös für den weiteren Ausbau des Rettungswesens in Serbien zu spenden. Damit soll nun zunächst der Bau einer Garage für die drei Rettungsfahrzeuge finanziert werden, berichteten die beiden ASB-Hauptamtlichen.

Souverän und entspannt führte der Altmeister des romantischen Schlagers die zuhauf fesch in Dirndl und Lederhosen gewandeten Gäste durch sein altbekanntes und beliebtes Repertoire, ging auf Liedwünsche ein und eroberte sein Crailsheimer Publikum im Sturm, das begeistert mitschunkelte und das Tanzbein schwang. Nach einigen Zugaben ließ sich Illic geduldig mit vielen seiner Fans fotografieren und schrieb einer langen Schlange von Autogrammjägern persönliche Widmungen.

Quelle: Hohenloher Tagblatt

Website Bata Illic: http://www.bata-illic.de/

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